Ardèche


Die Ardèche liegt im Süden der Region, zwischen Rhône-Tal und Zentralmassiv, und ist wie die meisten Departements in Frankreich nach dem Fluß benannt, der das Gebiet durchfließt.

Die Ardèche bildet den Südteil des Zentralmassivs. Die Neigung ist ein ursprüngliches Element der Geographie Ardechoise. Zwischen St. Agrèves und Lamastre durchfährt man auf etwas mehr als 20 Kilometer die Höhenlagen von 1 050 bis 350 Meter. Der Fluß Ardèche gräbt sich hier messertief in das Zentralmassiv ein. Die Straße, die parallel zum Fluß verläuft, ist seit der Römerzeit als ein relativ bequemer Weg über die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Atlantik bekannt.

Die Ardèche ist ein Land der Olivenbäume, die im Mittelmeerklima bis hinauf auf 200 m Meereshöhe gedeihen. Die Ostgrenze des Departements ist die Rhône von Serrières im Norden bis kurz vor Pont-St.-Esprit im Süden, im Westen sind die Höhenzüge des Zentralmassivs mit seinem südlichen Ausläufer, den Cevennen wiederum eine natürliche Grenze. Im Süden bildet zunächst der Fluß Ardèche die Grenze, weiter im Westen folgt der Grenzverlauf, ebenso wie im Nordwesten, keiner natürlichen Linie.

In seinem Oberlauf in den Bergen bietet der Fluß Ardèche alle Kontraste des Vivarais: Schluchten, Basaltströme vulkanischen Ursprungs, im Mittellauf leuchtende Bassins mit Obst- und Weingärten, Burgruinen, Dörfer, kühn auf Bergvorsprünge gebaut, und im Unterlauf die großartigen Gorges de l'Ardèche, die eine herausragendes Naturschönheit im französischen Midi darstellen.

Die Ardèche entspringt im Massif de Mazan in 1 467 m Höhe. Nach 119 Kilometern fließt sie nördlich von Pont-St.-Esprit auf 40 m. ü. NN in die Rhône, das entspricht einem mittleren Gefälle von 12 m/km, auf den ersten 24 Kilometern im Oberlauf beträgt es sogar 40 m/km. Zunächst nach Südwest, ab Aubenas nach Süden, fließt die Ardèche dann direkt auf die Hochebene von Coiron zu und durchschneidet diese in einer tiefen, kurvenreichen Schlucht, den Gorges de l'Ardèche. Der Fluß verwandelt sich auf wenigen Kilometern von einem reißenden Gebirgsbach in einen charmanten Fluß des Midi. Die imposante Naturbrücke markiert den Zugang zu den 30 Kilometer langen Gorges de l'Ardèche.

Die Wasserstände der Ardèche reichen von 2,5 m3/s nach längeren Trockenperioden im Hochsommer bis zu den zumeist herbstlichen Hochwasser mit über 700 m3/s. Eine wahre Wasserwand mit Geschwindigkeiten zwischen 15 und 20 km/h wälzt sich dann zu Tal.

Im mittleren, 40 km langen Abschnitt zwischen Aubenas und Vallon-Pont-d'Arc bildet hat der Fluß ein breiteres Landschaftsbecken geformt, das durch den von Süden in die Ardèche mündenden Chassezac verlängert wird und sehr fruchtbar ist.

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Stand: 1. Juni 2005

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