Eine Rundtour durch das Herz des Périgord Noir über 86 Kilometer.
Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Summe |
|---|---|---|---|
| Les Eyzies-de-Tayac - St Cirq - le Bugue le Bugue - Limeuil (D31) Limeuil - Le Buisson (D51) Le Buisson - Coux-et-Bigaroque (D51) Coux-et-Bigaroque - St. Cyprien St. Cyprien - Beynac-et-Cazenac Beynac - la Roque-Gageac la Roque-Gageac - Domme Domme - Vitrac Vitrac - Sarlat-la-Canéda Sarlat-la-Canéda - - Les Eyzies-de-Tayac |
70 |
7,5 |
7,5 |
Beschreibung der Tour
Wir wohnen natürlich im Hôtel «Cro Magnon». In südwestlicher Richtung verlassen wir Les Eyzies-de-Tayac auf einer kleinen Straße rechts der Vézère. Bei Malmussou biegen wir nach rechts in die D703 ein, auf der wir die nächsten 2 Kilometer bis Le Bugue fahren.
Au Bugue ist Wochenmarkt. Wir stellen unsere Fahrräder ab und schlendern durch die Gassen. Frische Steinpilze, Pfifferlinge; Trüffel im Glas, in der Dose; Enten- und Gänselebern in jedweder Variation; Terrinen, Pasteten, Confit; eingelegte Walnüsse und Pflaumen; Eier und Käse; lebendes und geschlachtetes Geflügel und, und, und... Wochenmarkt auf dem Lande in Frankreich ist immer wieder ein Erlebnis, im Périgord im gesteigerten Maße.
Limeuil, der nächste Ort, liegt am Zusammenfluß von Vézère und Dordogne. Achtung, nicht der offiziellen Beschilderung folgen! Hier landet man unweigerlich auf der relativ stark befahrenen D31E. Die rechtsseitig der Vézère verlaufende D31 ist nur schwach frequentiert. Wer Limeuil besichtigen will, der fährt in den Ort hinein. Ansonsten geht es vor der Ortseinfahrt nach links ab. Über die D51 gelangt man nach Le Buisson. Wir bleiben heute aber auf dem diesseitigen, rechten Dordogne-Ufer und folgen weiter der D51. Nach Coux-et-Bigaroque weitet sich das Dordogne-Tal auf. Vor uns liegt St. Cyprien, das von der Burgruine des Château de Fages überragt wird.
Auf den nächsten Kilometern folgt ein High-light nach
dem anderen in dieser einmaligen Landschaft.
Château Les Milandes,
Château de Marqueyssac und
Château
de Castelnaud liegen am gegenüberliegenden Ufer der
Dordogne. Wir genießen deren Anblick aus der Ferne und fahren
direkt auf Beynac-et-Cazenac zu. Hoch oben über dem Ort
thront das Schloß von Beynac. Im Mittelalter war Beynac
zusammen mit Biron, Bourdeilles und Mareuil eine der
vier Baronien des Périgord. Zeitweise war es von den Truppen
von Richard Löwenherz besetzt (12. Jahrhundert). Im Hundertjährigen
Krieg wurde es abwechselnd von beiden Seiten beherrscht. Der Anstieg zum
Schloß, ca. 100 Höhenmeter, ist knackig aber lohnenswert (nicht
im Höhenplan vermerkt). Leider sind diese schönen Orte im
Périgord heute (1996) schon sehr vom Massentourismus eingenommen.
Insbesondere Engländer fallen hier invasionsartig ein, als gelte es,
alte Ansprüche aus der Zeit des Hundertjährigen Kriegs wieder
aufzufrischen. Als der Autor diesen Landstrich 1977 zum ersten Male bereiste,
war der Tourismus noch vergleichsweise bescheiden.
Als nächstes erreichen wir
La Roque
Gageac, das Vorzeigedorf par excellence in der Dordogne. Am
steil abfallenden Fels kleben die Häuser. Es ist Zeit für eine
Mittagspause. Das Wetter gestattet es, diese im Freien auf der Hotelterasse
zu verbringen. Nach Salat, Käse und Wein fällt uns das
Weiterfahren nicht leicht. Es folgen drei flache Kilometer auf der D703,
dann überqueren wir die Dordogne. Nun geht es hinauf nach
Domme. Der Anstieg ist nach der Mittagspause leichter
als erwartet. Auch hält sich der Verkehr auf dem Anstieg nach
Domme in Grenzen. Von früheren Besuchen wissen wir, daß
zeitweise der gesamte Pkw-Verkehr nach Domme gesperrt wurde, Anlieger
natürlich ausgenommen. Der Ort präsentiert sich erstaunlich ruhig,
als gäbe es diese schier endlosen Ströme pauschal reisender Touristen
nicht. Von Domme genießt man einen
herrlichen Ausblick auf das Dordogne-Tal.
Eine flotte Abfahrt belohnt uns für die vorausgegangen Mühen. In Vitrac verlassen wir das Tal der Dordogne in Richtung Sarlat-la-Canéda, der alten Hauptstadt des Périgord Noir. Hier muß man sich unbedingt Zeit nehmen für einen Bummel durch die Gassen der Altstadt. Es scheint, als sei die Zeit im Mittelalter, oder vielleicht auch in der Epoche der drei Musketiere stehen geblieben. Auch hier haben wir Glück, der touristische Massenansturm hält sich an diesem Tag in Grenzen. Weitere Informationen über Sarlat findet man unter folgenden Links (in französischer Sprache):
Um nach Les Eyzies-de-Tayac zu gelangen, muß man zunächst einen knackigen Anstieg von ca. 100 Höhenmetern erklimmen. Danach geht es auf 16 Kilometern kontinuierlich hinab nach Les Eyzies.
( Seitenanfang )
| Hubert Becker's Homepage |
Kommentare/Anregungen/Anfragen an: |
|
| Stand: 14. September 2009 | zurück (Fahrradtouren) |
Copyright©: Hubert Becker, 1996 |