Die Bastiden im südlichen Périgord französische Version  englische Version


Eine Fahrradtour durch das südliche Périgord über 90 Kilometer.

Streckenschreibung

Streckenabschnitt

Meeres-
höhe (Startort)

Entfernung
[km]

Summe
[km]

Belvès - Cadouin
Cadouin - St. Avit-Rivière
St. Avit-Rivière - Montpazier
Monpazier - le Cambou
le Cambou - Biron
Biron - Soulaures
Soulaures - Fontenilles
Fontenilles - St. Cernin
St. Cernin - Villefranche-du-Périgord
Villefranche-du-Périgord - Besse
Besse - Babiot
Babiot - Ste. Foy-de-Belvès
Ste. Foy-de-Belvès - Belvès

107
200
100
190
90
200
220
250
170
270
275
282
107

12,0
7,5
8,5
5,0
3,0
5,0
8,0
3,5
5,0
7,0
9,5
8,0
8,0

12,0
19,5
28,0
33,0
36,0
41,0
49,0
52,5
57,5
64,5
74,0
82,0
90,0

Höhenplan

(Link zur Kartenskizze)

Beschreibung der Tour

Start- und Zielort dieser Radtour durch das südliche Périgord ist Belvès. Der Ort liegt auf einem Felsen über dem Tal des Flüßchens Nauze, die ca. 10 Kilometer weiter nördlich in die Dordogne mündet.

Bike und KulturWir parken das Auto im Ortskern von Belvès und laden die Räder vom Autodach. Unser erstes Ziel heißt Cadouin mit seiner berühmten Zisterzienser-Abtei aus dem 12. Jahrhundert. Neben der romanischen Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert ein gotischer Kreuzgang errichtet. Wir können ihn leider wegen der mittäglichen Schließung nicht besichtigen.

Die nächste Etappe ist Monpazier, die besterhaltene Bastide in ganz Frankreich wurde 1284 von Edward I. von England gegründet. Bastiden sind mehr oder weniger stark befestigte Städte, die vornehmlich im 13. Jahrhundert während des Krieges zwischen Frankreich und England errichtet wurden. Monpazier ist demnach eine englische Gründung und gilt als Vorbild für viele andere Bastiden. In Monpazier konnte der Idealplan eines schachbrettartig unterteilten Rechtecks eingehalten werden. In der Mitte einer Bastide findet man einen zentralen, wiederum rechteckigen Platz, der als Exerzier-, Versammlungs- und Marktplatz gedient hat. Die Markplatzfunktion ist in den meisten Bastiden noch heute erhalten, die überdachten, hölzernen Markthallen sind häufig noch gut erhalten, so auch in Monpazier. In die Häuser um den zentralen Platz sind Arkadengänge integriert.

Nach einem kleinen mittäglichen Menu starten wir in Richtung Süden. Zunächst geht es bergab, nach ca. 5 Kilometern biegen wir nach links in Richtung Biron ab. Zur Abwechslung fahren wir wieder bergauf, nach einiger Zeit sehen wir Château Biron auf einer ehemals strategischen Anhöhe vor uns liegen. Biron war neben Beynac, Bourdeilles und  Mareuil eine der vier Baronien des Périgord. Die Geschichte des Schlosses ist stark mit derjenigen ihrer Besitzer, der Familie Gontaut-Biron verbunden. Das Schloß wurde stark zerstört. Sehenswert sind der Innenhof (Cour d'honneur) und die riesige Küche, die in einem Kellergewölbe untergebracht ist.

Auf den nächsten Kilometern fahren wir abwechselnd durch kleine Dörfer, vorbei an Erdbeerplantagen, auf denen die dritte Ernte des Jahres - es ist Anfang September - vorbereitet wird und durch ausgedehnter Wälder. Zwei Rehe springen vor uns über die Straße. Nach einer steilen Abfahrt erreichen wir die D710, der wir eine kurze Wegstrecke in nördlicher Richtung folgen. Nach einem Bahnübergang biegen wir nach rechts in die D660 ein, es folgt ein Anstieg hinauf nach Villefranche. Villefranche-du-Périgord, gegründet 1261 von Alphonse de Poitiers, ist eine weitere bekannte Bastide. Sie erreicht nicht die Größe von Monpazier, sie stellt sich auch nicht dieser vergleichbar als einheitliches Ensemble dar, dennoch gibt es einige bemerkenswerte Bauten in Villefranche. Hierzu zählen die überdachte Markthalle und das Hôtel du Commerce, in dem wir erst einmal eine Erfrischung zu uns nehmen. Mit einheimischen Rennradlern halten wir einen Plausch über schöne und empfehlenswerte Radtouren.

Unser nächstes Ziel ist das Örtchen Besse ca. 7 Kilometer nördlich von Villefranche. Hier befindet sich eine mächtige Wehrkirche. Der Ortskern von Besse ist im übrigen vorbildlich renoviert und lädt zum Wohlfühlen ein. Das haben bereits einige andere Mitbürger entdeckt und sich dort Ferienhäuser gekauft.

Bis Babiot geht es weiter auf und ab, danach folgen wir dem Lauf des Flüßchen Beuze und erreichen nach  ca. 12 Kilometer wieder die D710. Letzterer folgen wir auf ca. 1,5 km Länge. Danach biegen wir nach links in Richtung Belvès ab, das wir nach weiteren 2 km und ca. 70 Höhenmetern erreichen.

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Stand: 14. September 2009

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