Abweichungen vom geplanten Steckenverlauf.
| Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Tagesstrecke |
Gesamtstrecke |
| Castillon-en-Couseran - les Bordes les Bordes - Bethmale Bethmale - Col de la Core Col de la Core - Sentenac-d'Oust Sentenac-d'Oust - Seix Seix - Oust Oust - carrefour D3/D618 carrefour D3/D618 - Castet-d'Aleu Castet-d'Aleu - Biert Biert - Col de la Crouzette Col de la Crouzette - Col de Péguère Col de Péguère - Col de Jouels Col de Jouels - Col des Marrous Col des Marrous - Peyrouteou Peyrouteou - la Mouline la Mouline - St. Pierre-de-Rivière St. Pierre-de-Rivière - Foix |
543 |
2,3 |
2,3 |
400,4 |
5. Etappe
vorgesehenes Höhenprofil
| Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Tagesstrecke |
Gesamtstrecke |
| Audressein - Castillon-en-Couseran Castillon-en-Couseran - les Bordes les Bordes - Bethmale Bethmale - Col de la Core Col de la Core - Sentenac-d'Oust Sentenac-d'Oust - Seix Seix - Oust Oust - carrefour D3/D618 carrefour D3/D618 - Castet-d'Aleu Castet-d'Aleu - Biert Biert - Massat Massat - Col des Caougnous Col des Caougnous - Col de Port Col de Port - Bédeilhac Bédeilhac - Tarascon-sur-Ariège |
530 |
2,5 |
2,5 |
400,6 |
gefahrenes Höhenprofil
| Anmerkung: | Zwischen den Kilometerangaben in Tabelle und Diagramm besteht eine Differenz, die darauf beruht, daß in der Tabelle Planzahlen und im Diagramm gemessene Kilometer angegeben sind. Die Minderkilometer sind dadurch entstanden, daß wir in Audressein, d. h. kurz vor Castillon eingekehrt sind. Die gemessenen Werte wurden mit dem CICLOMaster CM 414 ALTI M der Fa. CicloSport® erhoben. |
Heute
müssen Entscheidungen getroffen werden. Angesichts des uneinholbares
Rückstandes im Zeitplan von zwei Tagen können wir die Fahrradtour
nicht wie vorgesehen zum Abschluß bringen. Da wir Foix schon
auf dem Transfer besucht haben, wird das Etappenziel auf Tarascon
verlegt. Somit kürzen wir die Tour schon einmal um 22 Kilometer ab.
Als wir nach dem Frühstück das Hotel verlassen, stehen unsere Räder auf der Straße parat. Das aufmerksame Hotelpersonal hat die Räder fachgerecht an der Bordsteinkante 'geparkt'. Wir müssen nur noch die Gepäcktaschen befestigen, mit den modernen Klickbefestigungen kein Problem. Rasch ist Castillon erreicht. Der kleine Ort Castillon-en-Couserans liegt auf einer Terrasse am rechten Lez-Ufer, am Fuß einer bewaldeten Anhöhe. Am Ortseingang des zwei Kilometer entfernten Marktfleckens Les Bordes bietet sich bei einem Kreuz ein schöner Blick auf die älteste Brücke des Couserans und die romanische Kirche von Ourjout.
Für alle, die diesen Bericht über eine 8-tägige Pyrenäen-Radtour nicht von Anfang lesen, der Hinweis: Die ursprüngliche Etappeneinteilung, die weiterhin als optimal angesehen wird, konnte aus verschiedenen Gründen nicht eingehalten werden.
Am Abzweig
in das Vallée de Bethmale beginnt der Anstieg zum Col de
la Core. Nahe Avajan beginnt der eigentliche Anstieg. An den Hängen
des breiten Tals von Bethmale liegt eine Reihe von kleinen Dörfer,
deren Häuser dichtgedrängt nebeneinander stehen. Die in leicht
erhöhter Lage stehende Kirche von Ayet besticht durch ihre schlichte
Holzverkleidung aus dem 18. Jahrhundert. Einige Kilometer weiter fahren wir
am Abzweig zum Lac de Bethmale vorbei, ein schöner, von Buchen
umgebener See. Die Straße führt nun in einem von Weiden
bedeckten Talkessel bergan und erreicht den in 1395 m Höhe gelegenen
Col de la Core.
Nachdem
die ersten Kilometer des Anstiegs relativ moderat waren, geht es jetzt auf
den letzten zwei Kilometern mit durchschnittlich 8 % härter zur
Sache. Die Stimmung ist gut, wozu auch das schöne Wetter
mit Sonnenschein beiträgt. Von der Paßhöhe können
wir zum Mont Valier hinüberschauen. Zum Verweilen auf dem Paß
verbleibt nur wenig Zeit, noch 65 Kilometer und ein weiterer Paß liegen
heut noch vor uns.
Am
Osthang des Passes durchquert man die abgeschieden wirkende Waldlandschaft
des kleinen Esbints-Tals. Am Ende der Talfahrt trifft man immer
häufiger auf Obstbäume und Scheunen. Die Ortdurchfahrt durch
Sentenac-d'Oust ist eng und steil, das gleiche gilt für Seix.
Der Ort Seix wird von einem Schloß aus dem 16. Jahrhundert überragt, das Sieur de Balby, Herr von Seix, bauen ließ. Es ersetzte das Schloß d'Esplas, von dem nur noch der Turm steht. Verschlafen wirkt das Nest am Oberlauf des Flüßchens Salat. Das einzige Restaurant, das wir finden, hat auch noch Ruhetag. Am Pizza-Wagen ordern wir Pizzas, die wir auf der nahegelegen Parkbank verspeisen
Bis Ardichein folgen wir dem Flußlauf des Salat. Jetzt geht's wir leicht bergauf durch das schattige Tal des Arac. Zwischen Castet d'Aleu und Biert wird das Tal richtig eng, schroffe Felswände steigen beidseitig empor. In Biert biegt die D18 nach Norden ab. Sie steigt zum Col de la Crouzette an, dies ist der Weg den wir planmäßig nehmen wollten. Angesichts unserer Zeitknappheit (s. o.) fahren wir nach Massat, um von dort aus über den Col de Port nach Tarascon-sur-Ariège zu fahren.
Hinter
Biert wird das Tal wieder weiter. Massat ist ein alter Ort,
in dem im Mittelalter zwei Burgen standen. Beide wurden im Laufe der Jahrhunderte
zerstört und sind kaum noch sichtbar. Massat ist ein idealer Ausgangsort
für Pässetouren im Département Ariège. Von hier aus
können viele Tagesrundtouren über interessante und wenig befahrene
Pyrenäenpässe unternommen werden.
Der Col de Port ist mit durchschnittlich 5% Steigung auf 12,5 Kilometer kein schwerer Paß, lediglich vor dem Col des Caougnous gibt es einen Abschnitt mit durchschnittlich 8 %. Der Col des Caougnous ist auf der Strecke hoch zum Col de Port kein wirklicher Paß, wie im Höhenprofil zu erkennen ist. Man kann jedoch von hier zum Col de Puéguère hinauffahren. Diese Paßrampe ist mit durchschnittlich 12 % Steigung eine echte Herausforderung.
Nahe der Paßhöhe des Col de Port liegt ein Gasthaus mit Terrasse, die zum Verweilen einlädt. Der Himmel hatte sich in der letzten Stunde ziemlich zugezogen. Anstatt auf der Terrasse zu sitzen, machen wir uns an die Abfahrt: Heute wollen wir nicht naß werden!
Einige Kilometer weiter liegt, von schroffen Felsen umgeben, der Ort Tarascon-sur-Ariège. In den verwinkelten Gassen der Altstadt dies- und jenseits des Flusses mit einem ungewöhnlichen Uhrenturm auf einem Fels in Flußnähe ist nicht besonders touristisch. In der Hostellerie de la Poste am linken Ufer der Ariège finden wir eine annehmbare Bleibe.
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| Stand: 3. Juni 2005 |
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