Pyrenäen-Radtour - 7. Etappe

Vorzeitiges Ende!


Streckenverlauf (geplant)
Streckenabschnitt

Meeres-
höhe

Entfernung
[km]

Tagesstrecke
[km]

Gesamtstrecke
[km]

Ax-les-Thermes - Ascou
Ascou - Port de Pailhères
Port de Pailhères - Mijanès
Mijanès - Rouze
Rouze - Usson-les-Bains
Usson-les-Bains - carrefour D118/D84
carrefour D118/D84 - Gesse
Gesse - carefour D118/D17
carrefour D118/D17 - St. Colombe-sur-Guette
St. Colombe-sur-Guette - Forge (D17 - D84)
Forge (D17 - D84) - Col de Jau (FR-11-1506)
Col de Jau - Mosset
Mosset - Compôme
Compôme - Molitg-les-Bains
Molitg-les-Bains - Catllar
Catllar - Prades

720
1005
2001
1130
1000
750
683
650
520
590
780
1513
700
595
510
370

4,0
14,5
10,6
2,2
2,1
4,0
5,0
6,5
4,0
2,7
10,7
13,5
3,0
2,0
4,0
2,5

4,0
18,5
29,1
31,3
33,4
37,4
42,4
48,9
52,9
55,6
66,3
79,8
82,8
84,8
88,8
91,3

556,1
570,6
581,2
583,4
585,5
589,5
594,5
601,0
605,0
607,7
618,4
631,9
634,9
636,9
640,9
643,4

7. Etappe
vorgesehenes Höhenprofil

vorgesehenes Höhenprofil

Kartenausschnitt


Streckenverlauf (tatsächlich)
Streckenabschnitt

Meeres-
höhe

Entfernung
[km]

Tagesstrecke
[km]

Gesamtstrecke
[km]

Mijanès - Rouze
Rouze - Usson-les-Bains
Usson-les-Bains - carrefour D118/D84
carrefour D118/D84 - Gesse
Gesse - carefour D118/D17
carrefour D118/D17 - Axat
Axat - Quillan
Quillan - Espéraza
Espéraza - Couiza
Couiza - Serres
Serres - Arques
Arques - Fort de Razouls
Fort de Razouls - Col de l'Homme Mort (FR-11-0764)
Col de l'Homme Mort - Villardebelle
Villardebelle - Caunette-sur-Lauquet
Caunette-sur-Lauquet - Clermont-sur-Lauquet
Clermont-sur-Lauquet - Greffeil
Greffeil - Ladern-sur-Lauquet

1376
1000
820
680
570
460
439
289
260
250
300
389
709
780
566
460
400
290

2,2
2,1
4,0
5,0
6,5
1,8
12,5
8,5
4,0
6,5
5,0
10,0
2,8
4,6
4,0
2,0
6,0
3,5

2,2
4,3
8,3
13,3
19,8
21,6
34,1
42,6
46,6
53,1
58,1
68,1
70,9
75,5
79,5
81,5
87,5
91,0

557,1
559,2
563,2
568,2
575,5
576,8
589,3
597,8
601,8
608,3
613,3
623,3
626,1
630,7
634,7
636,7
642,7
646,2

gefahrenes Höhenprofil

gefahrenes Höhenprofil
Anmerkung: Zwischen den Kilometerangaben in Tabelle und Diagramm besteht eine kleine Differenz, die darauf beruht, daß in der Tabelle Planzahlen und im Diagramm gemessene Kilometer angegeben sind. Die Mehrkilometer sind dadurch entstanden, daß zusätzliche kleine Wegstrecken bei der Anfahrt von Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, etc. entstehen. Die gemessenen Werte wurden mit dem CICLOMaster CM 414 ALTI M der Fa. CicloSport® erhoben.

Château d'UssonNur noch der Abschnitt bis kurz vor Axat liegt auf der vorgesehenen Strecke, dann verlassen wir die Pyrenäen. Uns bleibt nicht mehr genügend Zeit, die Fahrradtour wie vorsehen zu beenden. Der erste Abschnitt dieses Etappenberichts beschreibt die tatsächlich gefahrene Strecke, der zweite den geplanten Streckenverlauf bis Prades. Diese Fahrt über den Col de Jau wurde vom Verfasser bereits im Vorjahr bestritten.

Wenige Kilometer nach der Abfahrt in Mijanès passieren wir die Burgruine Usson. Die spitzen Mauerreste ragen gigantisch in den strahlend blauen Morgenhimmel. Einen Kilometer weiter befinden wir uns im Tal der Aude. Das Streckengefälle ist in dieser tief eingeschnittenen Schlucht ausreichend, um mit wenigen Pedalumdrehungen eine respektable Geschwindigkeit einhalten zu können.

Gorges de St. GeorgesDer landschaftliche Höhepunkt der Gorges de l'Aude ist der nördliche Ausgang kurz vor Axat. Hier in der Gorges de St. Georges ragen die schroffen Felswände mehrere hundert Meter über dem Flußlauf zum Himmel. Überraschend plötzlich öffnet sich dann das Tal. Wir verlassen jetzt die Pyrenäen.

Weiter folgen wir dem Tal der Aude. Das Streckengefälle wird geringer, zudem kommt Wind auf, wie fast immer Gegenwind. Unsere Reisegeschwindigkeit  verlangsamt sich ein wenig. Zudem ist die D117 recht stark befahren, sie bildet die direkte Verbindung zwischen Perpignan und Carcassonne.

Picknick in CouizaIn Quillan wechseln wir auf die kleine D2. Gemütlich radeln wir auf der anderen Flußseite weiter bis Campagne-sur-Aude. Hier müssen wir für zwei Kilometer wieder auf die Hauptstraße. Auf einer Anhöhe biegen wir links nach Espéraza ab. Im Ort kaufen wir für das mittägliche Picknick ein.

Für alle, die diesen Bericht über eine 8-tägige Pyrenäen-Radtour nicht von Anfang lesen, der Hinweis: Die ursprüngliche Etappeneinteilung, die weiterhin als optimal angesehen wird, konnte aus verschiedenen Gründen nicht eingehalten werden.

Frisch gestärkt beenden wir die Talfahrt. Entlang dem Flüßchen Sals fahren wir bis nach Arques. Kurzzeitig glauben wir in der Toskana zu sein, nicht im Corbières. Die hügelige Landschaft mit Weinstöcken, Zypressen und alten Gemäuern aus Ziegel weist schon eine sehr große Ähnlichkeit auf.

WegweiserBis Arques ging es noch gemächlich bergauf, jetzt ist Klettern angesagt. Über die kleine D54, später die D70, strampeln wir in der nachmittäglichen Hitze hinauf. In der Nähe des Weilers Fort de Razouls müssen wir dann nach links in die D129 abbiegen. Der nebenstehende Wegweiser ist eigentlich typisch für französische Landstraßen, auf den ersten Blick weist er nichts besonderes auf. Es ist jedoch ein Hinweis auf eine bekannte Radtourenseite im Internet  auf diesen Wegweiser geklebt worden. Wer mehr wissen will, klicke auf das Foto.

Auf zum letzten Col der Tour, dem Col de l'Homme Mort, auf Deutsch: Totmannpaß. Eisenbahner mögen bei diesem Namen Assoziationen an die Totmanntaste in Triebfahrzeugen bekommen, aber hier ist es einfach nur der Name eines Passes, und der ist nicht einmal singulär, in der Nähe des Mont Ventoux gibt es einen weitern Paß mit gleichem Namen.

Die letzte kürzere, aber doch recht heftige Steigung müssen wir bei der Ausfahrt aus dem kleinen Dorf Villardebelle bewältigen. Danach geht es hinab ins Tal des Lauquet, in dem wir bis Ladern fahren. Hier sind wir am Ziel angekommen.

Rainhild empfängt uns mit kaltem Weißbier! Nach einem ausgiebigen Plausch beladen wir das Auto. Im Hôtel Montségur in Carcassonne, wir kennen es von einer früheren Radtour, übernachten wir dann. Zum Abendessen geht es in Restaurant Languedoc, nach wie vor sehr empfehlenswert!


In folgenden nun das ursprünglich vorgesehene Programm:

Bis zum Abzweig auf die D17 kurz vor Axat ist der Streckenverlauf gleich. Die Fahrt von Ax-les-Thermes aus über den Port de Pailhères bis Mijanès haben wir tatsächlich bereits am Vortag bestritten.

Die kleine D17 hinauf nach Ste. Colombe-sur-Guette klebt auf dem ersten Kilometern buchstäblich an den senkrecht nach oben zeigenden Felswänden. Die Steigung ist noch mäßig. Vor Ste. Colombe-sur-Guette staubt es kräftig, der Grund: ein Steinbruch. Kräftig zur Sache geht es zwischen Ste. Colombe und Forge, dort zweigt die D84 von der D17 ab. Die nächsten 11 Kilometer bis hinauf zum Col de Jau sind mit durchschnittlich 6 % nicht mehr besonders steil.

Die Abfahrt vom Paß ist auf den ersten Kilometern kurvenreich und landschaftlich interessant. Drei Orte liegen ncoh am Weg bis Prades: Mosset, der Badeort Molitg-les-Bains und Catlar.

Die Stadt Prades liegt am Fuß des Canigou: es ist ein günstiger Ausgangspunkt für Wanderungen in diesem Gebirgsmassiv und im Conflent. 1939 entschloß sich Pablo Casals, nach Prades ins Exil zu gehen, um vor dem Franco-Regime zu flüchten. Aus Protest weigerte sich der angesehene Cellist und Friedenskämpfer zehn Jahre lang öffentlich aufzutreten; 1950 organisierte er erstmals in Prades ein Bach-Festival. Die Stadt ist inzwischen eine Mekka der Liebhaber von Kammermusik geworden. Die meisten Konzerte finden in der Abtei St-Michel-de-Cuxa statt.
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Stand: 27. Oktober 2011

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