Das wären wir gerne gefahren!
| Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Tagesstrecke |
Gesamtstrecke |
| Prades - Eus Eus - Marquixanes Marquixanes - carrefour D116/D13 carrefour D116/D13 - Finestret Finestret - Baillestavy Baillestavy - Valmanya Valmanya - Col Palomère (FR-66-1036) Col Palomère - la Bastide la Bastide - Col Xatard (FR-66-0752) Col Xatard - Taulis Taulis - carrefour D618/D53 carrefour D618/D53 - Palalda Palalda - Amélie-les-Bains Amélie-les-Bains - Pont de Céret Pont de Céret - Céret Céret - Maureillas-las-Illas Maureillas-las-Illas - le Boulou le Boulou - Montesquieu-des-Albères Montesquieu-des-Albères - Villelongue-dels-Monts Villelongue-dels-Monts - Laroque-des-Albères Laroque-des-Albères - Sorède Sorède - Argeles-sur-Mer Argeles-sur-Mer - Collioure |
357 |
4,0 |
4,0 |
647,4 |
8. Etappe
Höhenprofil
Ca.
20 Kilometer oberhalb von
Prades
befindet sich die Abbaye de St. Martin-de-Canigou. Wer es sich zeitlich
ermöglichen kann, sollte von Prades einen Abstecher dorthin machen.
Auf dem Weg dorthin kommt man an der Abbaye de
St.
Michel-de-Cuxa vorbei. Im übrigen ist Prades ein überaus
geeigneter Ort, um einen ein- oder mehrtägigen Zwischenstop zu machen.
Sehenswert sind weiter:
Villefranche-de-Conflent und die Fahrt von dort aus
mit dem
»Train
Jaune« hinauf nach
Font-Romeu.
Flußabwärts von Prades weitet sich das Tal des Têt beträchtlich auf. Die N116 wird hier i. a. mit hohen Geschwindigkeiten befahren und eignet sich somit wenig zum Radfahren. Der hier empfohlene Streckenverlauf führt deshalb zunächst auf der kleinen D35 vorbei am Örtchen Eus, sehr schön, in Terrassen angelegt, die Häuser sind zwischen Granitblöcken und Ginster an einen Hang der Soulane gebaut. Es lohnt sich, die Ruinen der befestigten Stadt zu besichtigen. Durch die Mauerlücken bieten sich schöne Ausblicke auf den Canigou.
Zwei Kilometer weiter bei Marquixanes muß man doch für einen ca. einen Kilometer langen Abschnitt auf die ungeliebte N116. Dann biegt man nach rechts in die D25 ein. Nach Finestret nennt sich die Straße D13, sie ist aber genauso schmal und wenig befahren.18,5 Kilometer geh es jetzt bergauf zum letzten ernsthaften Paß auf dieser Pyrenäentour, dem 1036 Meter hohen Col Palomère.
Von
nun an geht es nur im wesentlichen nur noch bergab. Palalda, ein
verwaltungstechnisch mit dem Kurort verbundener mittelalterlich wirkender
Marktflecken, liegt drei Kilometer vom Ortszentrum von
Amélie-les-Bains entfernt. Das Dorf über dem Tech ist
ein sehr schönes Beispiel katalanischer Baukunst. Es lohnt sich, durch
die blumengeschmückten, zum Teil sehr steilen Gassen hinunter zu fahren.
Amélie-les-Bains, das früher Bains-d'Arles hieß, verdankt seinen Namen Königin Amélie, der Gemahlin von Louis Philippe. Der Kurort liegt in der Region Vallespir und behauptet, das südlichste Thermalbad Frankreichs zu sein. Das stark schwefelhaltige Wasser wird zur Behandlung von Rheuma und Erkrankungen der Atemwege verwendet . Die mediterrane Vegetation der Gärten weist auf das hier herrschende milde Klima hin.
Von Amélie-les-Bains bis Céret verläuft die Fahrstrecke auf der stark befahrenen D115, eine Alternative gibt es nicht. Der im Vallespir gelegene lebendige Marktort Céret ist mit seinen Stierkämpfen tief in der katalanischen Tradition verwurzelt. Außerdem kennt man ihn als bedeutendes Zentrum der Frühobstproduktion, die Kirschen gehören zu den ersten auf dem französischen Markt. Die "Pont du Diable", d. h. Teufelsbrücke, genannte eindrucksvolle Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert überspannt den Tech in 22 m Höhe. Es besteht aus nur einem Bogen mit einer Spannweite von 45 m. Anfang des 20. Jahrhunderts lebte der mit Picasso befreundete katalanische Bildhauer Manolo Hugué in Céret. Später kamen auch Picasso, Braque und viele andere. Das 1950 eröffnete Musée d'Art moderne zeigt aus Schenkungen der Künstler, die sich zeitweise in Céret aufgehalten haben. Zwischen dem Place de la République und dem Place de la Liberté laden die von mächtigen Platanen beschatteten Alleen zum Bummeln ein. Von der einstigen Stadtmauer sind zwei befestigte Tore, Porte de France und Überreste des restaurierten Porte d'Espagne erhalten.
Die letzten Kilometer
verlaufen am Fuße der hier zum Mittelmeer abfallenden Pyrenäen.
In le Boulou wird die A9 »La Catalane« gekreuzt,
die so mancher von der Fahrt nach Spanien kennt. Über die kleine D61
und D11 geht es via Montesquieu-des-Albères und
Laroques-des-Albères weiter nach
Argelès-sur-Mer.
Collioure, dieser malerische Ort am Mittelmeer, ist jetzt nur noch zehn Kilometer entfernt. Das hübsche Städtchen an der Côte Vermeille wird von den letzten Ausläufern der Monts Albères überragt; der azurblaue Himmel, das tiefblaue Meer und die intensive Sonneneinstrahlung unterstreichen seine schöne Lage. Die massive Königsburg (Château Royal), die an der Stelle einer römischen Niederlassung erbaut wurde, steht am Meer zwischen den Häfen Port d'Amont und Port d'Avall. Sie war von 1276 bis 1344 die Sommerresidenz der Könige von Mallorca und kam dann an das Königreich Aragonien. Vauban ließ den äußeren Mauerring hinzufügen und den Ort niederreißen, der sich zu seinen Füßen erstreckte, um dort die Schanzwälle anzulegen. Collioure war im Mittelalter der Handelshafen des Roussillon, zu jener Zeit herrschte die katalanische Marine über das gesamte Mittelmeer. Mit dem Einfall der Truppen Ludwigs XI. 1463 begannen jedoch unruhige Zeiten für den Ort.
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| Stand: 27. Oktober 2011 |
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Copyright©: Hubert Becker, 2002
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