Eine Fahrradtour durch die Täler von Lot und Célé über 110 Kilometer.
Streckenschreibung
Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Summe |
|---|---|---|---|
| Bouziès - Conduché Conduché - Cabrerets Cabrerets - Sauliac-sur-Célé Sauliac-sur-Célé - Marcilhac sur Célé Marcilhac sur Célé - St. Sulpice St. Sulpice - Brengues Brengues - St. Eulalie St. Eulalie - Corn Corn - Boussac Boussac - Ceint d'Eau Ceint d'Eau - Figeac Figeac - Mont Aiguille Mont Aiguille - Pont-de-la-Madeleine Pont-de-la-Madeleine - Balaguier d'Olt Balaguier d'Olt - Ambeyrac Ambeyrac - Camboulan Camboulan - Saut de la Mounine Saut de la Mounine - Saujac Saujac - Cajarc Cajarc - Calvignac Calvignac - St. Martin-Labouval St. Martin-Labouval - Tour-de-Faure Tour-de-Faure - Conduché Conduché - Bouziès |
125 |
2,0 |
2,0 |
Beschreibung der Tour
Die Tour ist mit zwei Ausnahmen eine Flachetappe. Zunächst geht es ohne verlorene Höhenmeter flußaufwärts den Célé entlang. Das Ziel ist Figeac. Über einen Höhenrücken gelangen wir in Tal des Lot, dem wir flußbwärts bis Bouziès, dem Ausgangsort dieser Tour, folgen. Der Anstieg zum Saut de la Mounine ist knackig und lohnenswert, jedoch ist er nicht zwingend erforderlich. Man kann alternativ zwischen Balaguier und Ambeyrac auf die rechte Flußseite wechseln und dort bis Cajarc bleiben.
Wir parken das Auto im Ortskern von Bouziès (linksseitig, über die Hängebrücke fahren). Die Räder sind bald fahrfertig. Wir fahren zurück über die Hängebrücke. Links sehen wir die Wehrhöhlen in den Felsen über der Straße. Diese als «Défilé des Anglais» bekannte Verteidigungsanlage wurde im Hundertjährigen Krieg angelegt.
Wir biegen nach rechts in die D662. Nach zwei Kilometern erreichen wir in Conduché den Abzweig ins Tal der Célé. Der nächste Ort ist Cabrerets, hier zweigt die Zufahrt zur Grotte de Pech Merle von der D41 ab. Diese Höhle mit Malereien und Skulpturen aus der Vorgeschichte wird nach Lascaux als zweitwichtigstes Zeugnis dieser Epoche angesehen. Wir fahren flußaufwärts den Célé entlang. Eine Traumlandschaft um uns herum: unter uns der mäandernde Fluß, umrahmt von Schatten spendenden Bäumen und felsigen Uferabschnitten; über uns die schroffen Felswände des Causse de Gramat, in die sich der Célé tief eingegraben hat. Hinter jeder Flußbiegung überraschen uns neue Landschaftseindrücke, mal ist es eine alte Wassermühle am Fluß, mal ein Haus, das wie ein Adlerhorst in die überhängenden Felsen gebaut wurde. Bei Sauliac wird das Tal vorübergehend breiter, Maisfelder dominieren den Talgrund.
Nach ca. 15 Kilometern erreichen wir Marcilhac-sur-Célé. Die teilweise wieder aufgebaute Ruine der alten Benediktiner-Abtei wird von hübschen Steinhäusern eingerahmt. In Brengues machen wir zu einer Mittagsrast halt. Ein kleines Restaurant neben der Straße lädt zur Einkehr ein. Das Mittagsmenu (Terrine, Confit de Canard, Dessert) verleiht neue Kräfte für die noch anstehenden Kilometer.
In
Espagnac-Ste-Eulalie fällt besonders der Glockenturm auf: ein quadratischer
Raum mit Außenmauern aus Fachwerk und Ziegel erhebt sich über
dem schmaleren unteren Turmteil aus Bruchstein, gekrönt wird das Ganze
von einer achteckigen Dachkonstruktion. Der Turm gehört zur Kirche der
ehemaligen Pfarrei Notre-Dame, die von Augustinermönchen im 12. Jahrhundert
gegründet wurde. Im Hundertjährigen Krieg wurde der
Gebäudekomplex schwer beschädigt und im 15. Jahrhundert wieder
neu aufgebaut.
Jetzt wird das Tal weiter, die Felswände verschwinden endgültig. In Ceint-d'Eau erreichen wir die Hauptstraße D13, die von Cahors über den Causse de Gramat nach Figeac führt.
Figeac entwickelte sich ab dem 9. Jahrhundert um eine Abtei. Es liegt am rechten Ufer der Célé, der hier durch Staustufen in seinem natürlichen Fluß gehemmt wie ein künstlicher Kanal nur träge einherfließt. Im Fremdenverkehrsamt, das in der alten Münze am Place Vival untergebracht ist, besorgen wir uns ein Faltblatt, das eine Rundtour durch die Altstadt von Figeac beschreibt. Teilweise schieben wir unsere Räder, teilweise fahren wir langsam durch die schmalen Gassen. Ca. 40 Sehenwürdigkeiten liegen am Rundgang, an dieser Stelle werden wir nicht näher auf Einzelheiten eingehen, es wird ausdrücklich auf den diesbezüglichen Link verwiesen. Am Place Champollion lassen wir uns zu einer kleinen Erfrischung nieder.
Wir verlassen Figeac auf der D922 in Richtung Villefranche-de-Rouergue. Nun haben wir den ersten Anstieg auf dieser Radtour zu bewältigen. In der Nachmittagssonne schwitzend bringen wir die ca. 140 Höhenmeter hinter uns. Nach ungefähr einem flachen Kilometer auf der Höhe folgt die Abfahrt ins Lot-Tal. Gleich nach der Brücke über den Lot biegen wir nach rechts in die D86 ein, Richtung Balaguier d'Olt. Es folgen die Orte Ambeyrac und Camboulan. Jetzt geht es hinauf zum Saut de la Mounine, wo der Legende nach der gestrenge, adelige Vater seine ungehorsame Tochter die Klippen hinunterstoßen ließ; dank der List des geistlichen Beistands wurde nur eine Puppe in die Tiefe gestürzt. Legende! Der Berg ist jedoch real vorhanden und zudem noch ziemlich steil. Eine phantastische Aussicht ins Lot-Tal und auf das gegenüberliegende Château de Montbrun belohnt die Mühen.
Über Saujac lassen wir es hinunter nach Cajarc laufen. Hier müssen wir noch einmal Wasser fassen, bevor wir uns auf die letzten 24 Kilometer dieser Radtour begeben. Auf der rechten Seite des Lot folgen wir nun der D662. Zunächst steigt die Straße ein wenig an, unangenehm ist der Rollsplitt der frisch getränkten Straßendecke. Von den motorisierten Verkehrsteilnehmern hält sich niemand an die vorgeschriebenen 30 km/h. Nach zwei Kilometern können wir wieder normal, d. h. ohne Split, fahren. In ca. 30 bis 40 m Höhe über dem Fluß fahren wir der abendlichen Sonne entgegen.
Auf den Felsen am gegenüberliegenden Ufer taucht zunächst die Silhouette von Calvignac auf. Der Ort liegt ebenso malerisch wie sein größerer Nachbar Saint Cirq-Lapopie auf einem steilen Felsvorsprüngen ungefähr 100 Meter über dem Fluß.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h ab Cajarc kommen wir um 20 Uhr wieder in Bouziès an. Schnell die Räder auf das Auto und los geht's zurück zu unserem Ferienhaus.
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| Stand: 14. September 2009 | zurück (Fahrradtouren) |
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