| Eine Fahrradtour durch die Steiermark in 4 Tagesetappen über 290 km. Tagesetappen zwischen 51 und 90 Kilometern. | |
| 1. Tag 2. Tag 3. Tag 4. Tag | |
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Streckenabschnitt |
Meeres- |
Entfernung |
Tages- |
Gesamt- |
|---|---|---|---|---|
| Mariahilf
- Gußwerk Gußwerk - Wegscheid Wegscheid - Abzw. Niederalpl Abzw. Niederalpl - Seebergsattel (AT-6-1246) Seebergsattel - Seewiesen Seewiesen - Au Au - Göriach Göriach - Turnau Turnau - Pretalsattel (AT-6-1068) Pretalsattel - Veitsch Veitsch - Mitterdorf Mitterdorf - Wartberg Wartberg - Kindberg Kindberg - Kindbergdörfl Kindbergdörfl - Obere-Stanz Obere-Stanz - Auf der Schanz (AT-6-1171) Auf der Schanz - Fischbach (1. Tagesetappe) |
860 |
5,7 |
5,7 |
5,7 |
| Fischbach
- Paß ohne Namen (AT-6-1060c) Paß ohne Namen - Abzw. Waisenegg Abzw. Waisenegg - Gschaid bei Birkfeld Gschaid bei Birkfeld - Gschaid (AT-6-0807) Gschaid - Köppelreith Köppelreith - Einm. L405 Einm. L405 - Schloffereck (AT-6-0943) Schloffereck - Kreuzwirt Kreuzwirt - Toter Mann (AT-6-1065) Toter Mann - Einm. L408 Einm. L408 - Auf der Halt (AT-6-1063) Auf der Halt - Einm. L408 Einm. L408 - Strallegg Strallegg - Reindl Reindl - Ratten Ratten - Rettenegg Rettenegg - Pfaffensattel (AT-6-1372) Pfaffensattel - Steinhaus a. Semmering (2. Tagesetappe) |
1022 |
3,1 |
3,1 |
93,5 |
|
Steinhaus a. Semmering - Europadorf
|
822 |
2,3 |
2,3 |
172,0 |
| Mürzsteg
- Frein a. d. Mürz Frein a. d. Mürz - Lahnsattel (AT-3-1015) Lahnsattel - Terz Terz - Abzw. Krumbachsattel Abzw. Krumbachsattel - Gasthof Gscheid Gasthof Gscheid - Gscheid (AT-3-0970a) Gscheid - Gasthof Gscheid Gasthof Gscheid - Abzw. Krumbachsattel Abzw. Krumbachsattel - Krumbachsattel (AT-3-0951) Krumbachsattel - Abzw. Otterbachtal Abzw. Otterbachtal - Hubertussee Hubertussee - Abzw. Habertheuersattel Abzw. Habertheuersattel - Fr:-Joseph-Denkmal Fr:-Joseph-Denkmal - Einm. B21 Einm. B21 - Mariazell (4. Tagesetappe) |
784 |
8.9 |
5,1 |
247,8 |
Zeitraum
Die Radtour wurde vom 25. bis 28. Mai 2006 bei gemischtem Wetter durchgeführt.
Teilnehmer:
Hubert Becker
Uschi Becker
Allgemeine Hinweise
Jeder Teilnehmer ist für sein Gepäck selbst verantwortlich. Der Umfang des auf dem Rad mitzunehmenden Gepäcks sollte sich nach dem Stauraum und dem Tragevermögen jedes Teilnehmers bzw. Fahrrades richten. Grundsätzlich kann jeder mitnehmen, was er/sie für wichtig und richtig hält. Die technische Überprüfung des Radmaterials vor der Tour ist dringend angeraten. Der Umfang an Ersatzteilen und an Werkzeug sollte zwischen den Teilnehmern mit dem Ziel ausreichender Umfang und Vermeidung von Redundanzen abgesprochen werden.
Überblick
Diese Radtour ist keine Spazierfahrt, ca. 5500 Höhenmeter sind auf 290 Kilometern zu absolvieren! Ausreichendes Training und Kondition sind für einen unproblematischen Tourenverlauf notwendige Voraussetzung. Aus gegebenem Anlaß wird darauf hingewiesen, dass die beschriebene Tour ist.
Empfohlenes Kartenmaterial: Die Generalkarte Österreich Nr. 1 Pocket (1:200.000), die Generalkarte Österreich Nr. 2 Pocket (1:200.000), Die Generalkarte Österreich Nr. 3 Pocket (1:200.000), freytag&berndt WK012, WK021, WK022, WK031, WK041, WK131 (1:50.000), Kompass Wanderkarte Nr. 210 und 212 (1:50.000).
Anreise (24.05.2006)
Die Anreise erfolgte mit dem eigenen Pkw von München über Salzburg und Linz; von München nach Mariazell sind es rund 470 Kilometer.
Mariazell, der katholischte Ort Österreichs - vergleichbar mit Altötting, Fatima und Lourdes - ist durch die Gnadenstatue Magna Mater Austriae in der Basilika Mariä Geburt bekannt und wird von vielen Pilgern besucht. Der Mönch Magnus kam 1157 mit einer aus Lindenholz geschnitzten Marienstatue in die Gegend und errichtete um die auf einen Baumstumpf stehende Statue die erste Kapelle, um die der spätere Ort heranwuchs. Aus "Maria in der Zelle" entstand der Ortsname Mariazell. Zahlreiche nationale und internationale Pilgerwege führen nach Mariazell. Der Ort wurde schnell der bedeutendste und bestbesuchte Wallfahrtsort Österreichs.
Im Gasthof zum goldenen Ochsen finden wir eine gemütliches Zimmer, zu Essen gibt es auch noch etwas.
Beschreibung der Tour
Bevor wir Mariazell verlassen, schauen wir uns noch ein bißchen
auf dem Platz vor der Wallfahrtskirche um. Eine Devotionalienbude steht neben
der anderen, Wallfahrtswaren nennen sie den Kitsch wie Kerzen, Rosenkränzen,
Schlüsselanhängern, Autoplaketten, Bildern, Statuen, Engerln, Kreuzen und vieles
andere. Nein, das ist hier nicht unser Platz. Wir starten. Mariazell
liegt auf einer kleinen Anhöhe, wir können es bis Gußwerk
laufen lassen.
Gußwerk liegt im Salzatal im österreichischen Bundesland Steiermark. In dem Ort wurde von 1743 bis 1767 ein Eisengußwerk mit drei Hochöfen gebaut. Es bestand von 1742 bis 1899 und war einer der bedeutendsten Waffenproduzenten der österreichischen Monarchie.
Jetzt
beginnt der 17 Kilometer lange Anstieg zum Seebergsattel. Zunächst
ist die Steigung noch mäßig, sie nimmt aber auf den letzten sieben
Kilometern beträchtlich zu. Am heutigen Feiertag Christi Himmelfahrt haben
wir es auf der Bundesstraße B20 nur mit mäßigem Ausflugsverkehr
zu tun. Auf der Paßhöhe des Seebergsattels halten wir nur
kurz an und machen ein paar Fotos. Bei der Abfahrt nach Seewiesen haben
wir acht Kehren zu durchfahren, danach ist der Straßenverlauf gestreckter.
In Au biegen wir nach links in die L102 ein. Es folgt ein kurzer Anstieg in den Ort Göriach, das politisch zur Gemeinde Turnau gehört, die wir als nächste durchfahren. Wir fahren entlang des Stübmingbaches bis Pretal, jetzt verläßt die Straße das Tal und führt hinauf zum Pretalsattel. Ein kleines Schild markiert die Paßhöhe.
In Veitsch fahren wir an einem stillgelegten Magnesitwerk vorbei. 1968 wurde der Magnesitbergbau wegen zunehmender Unergiebigkeit beendet. Seiner hohen Temperaturbeständigkeit wegen ist Magnesit ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten Ziegeln, mit denen unter anderem Hochöfen, Konverter zur Stahlerzeugung und andere Schmelzöfen ausgekleidet werden. Wir kommen jetzt nach Mitterdorf im Mürztal, wo wir Mittagspause machen.
Bis Kindberg fahren wir im Mürztal weiter, dann folgen wir dem Stanzbach in Richtung Unteralm. Nun geht es hinauf zum Schanzsattel. Laut tuckernd schnauft ein Oldtimer-Traktor die Paßstraße hinauf, langsam kommt er näher und überholt uns schließlich. Es folgende weitere antike Traktoren. Oben auf dem Parkplatz auf der Paßhöhe parken ungefähr 30 solche Gefährte. Die Fahrer befinden sich in der nahen Gaststätte.
Der Schanzsattel, auch Auf der Schanz oder Fischbacher Sattel genannt, ist ein 1.171 m hoher Paß. Das Paßschild steht am Parkplatz in der Nähe der Gaststätte, die Paßhöhe befindet sich nicht an der höchsten Stelle der Straße, diese wird erst nach ca. drei Kilometern erreicht . Das Schild auf der Paßhöhe zeigt mit 1.250 m eine falsche Höhe.
Da es zu regnen begonnen hat, fahren wir nicht bis Birkfeld, dem ursprünglichen Etappenziel, weiter. Im Gästehaus Winkler finden wir eine Bleibe mitten im Höhenluftkurort Fischbach. Ein paar Häuser weiter ist eine Gaststätte, in der wir uns zunächst ein Bierchen genehmigen. Später essen wir dort auch zu Abend.
Die Tagesstatistik verzeichnet 90 Kilometer, 1646 Höhenmeter, bei einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,6 km/h.
2. Tag (Tabelle)
(Seitenanfang)
26.05.2006
Die
Sonne will heute nicht richtig hinter den Wolken hervorkommen; ab und zu blinzelt
sie ein wenig durch, dann kommen einige unbedeutende Spritzer vom Himmel. So
geht es den ganzen Tag. Nach einem ordentlichen Frühstück fahren wir
los. Ein kurzer Anstieg zu einem Paß ohne Namen und dann folgt die Abfahrt
hinunter nach Birkfeld. Hinein in den Ort selbst fahren wir nicht; in
einem Vorort (Gschaid bei Birkfeld) fahren wir in östlicher Richtung
wieder bergauf.
Gschaid heißt die kleine Paßhöhe an der L448. Der Club des Cent Cols, dem wir angehören, ist sehr streng mit der Anerkennung von Pässen. Als Österreichbeauftragter sammle ich alle Infos über Pässe. Gscheid (in welcher Schreibeweise auch immer) und Wechsel deuten auf auf einer Wasserscheide hin; an Pässen scheidet sich nicht der Lauf der Gewässer sondern sie bilden häufig Sprachgrenzen und politische Grenzen.
Neben
dem offiziellen Paßschild mit Höhenangabe, zeigt auch die Tafel an
der Bushaltestelle, daß der Ort eine Paßhöhe ist. Solche Schilder,
Tafeln sind wichtig für die Anerkennung von Pässen durch den Club.
Man muss die in der Regel nicht der deutschen Sprache mächtigen Entscheider
im Club im Zweifelsfalle auch mit solchen Fotos überzeugen.
Jetzt wird es etwas abenteuerlich, teilweise ist die Route nicht asphaltiert (nur kurze Streckenabschnitte). Bei Köppelreith kommen wir wieder auf eine Landesstraße. Wir fahren direkt auf das Schloffereck zu. Wir folgen der L405 noch etwa einen Kilometer, dann biegen wir nach links in die nur teilweise asphaltierte L449 in Richtung Toter Mann ab.
An
der Wegkreuzung von Stralleg, Vorau, Ratten, Miesenbach
und Wenigzell steht eine kleine Kapelle. Unter dieser Kapelle, so erzählt
man, soll ein Büßer liegen, der auf einer Wallfahrt nach Mariazell krank
wurde und verstarb. Später wurde eine kleine Kapelle über seinem Grab errichtetet.
In Wirklichkeit gibt viele Fluren, die „Toter Mann“ heißen. Bei „Toten Mann“-Fluren
ist immer folgendes anzutreffen: Es sind breite, leicht erreichbare Höhenkuppen
mit weitem Rundblick, wo viele Straßen zusammentreffen. Der Name soll aus dem
Keltischen Begriff TOTA-MAGOS herkommen und heißt demnach Volksfeld. Damit ist
jener Ort gemeint, den die Germanen Thingstätte nannten. An diesem Platze trafen
sich die freien Männer der umliegenden Dörfer zu Beratungen. Hier wurde Recht
gesprochen, hier erfolgten Stammesentscheidungen, hier wurden aber auch Kulte
gefeiert und den Göttern geopfert.
Gegenüber der Kapelle befindet sich eine Tafel, auf der - wie vorstehend beschrieben - die Herkunft des Begriffs "Toter Mann" erläutert wird. Nach kurzer Pause fahren wir auf der alten Römerstraße in nördlicher Richtung weiter. Nach knapp vier Kilometern kommen wir auf die L408.
In
der Generalkarte ist in etwa einem Kilometer Entfernung ein Paßsymbol
eingetragen, Wir fahren zu diesem Ort, der Auf der Halt genannt wird.
Geografisch ist es ein Paß, es sind jedoch vor Ort keine weiteren Hinweise
zu finden. Statt direkt auf der L408 weiter nach Ratten zu fahren, kehren
wir um und fahren über Strallegg hinunter in Tal der Feistritz,
der wir flußaufwärts folgen. Nach ungefähr elf Kilometern ist
der Ort Ratten erreicht, nach weiteren acht Rettenegg.
Wir verlassen jetzt das Feistritztal und beginnen den Anstieg zum Pfaffensattel. Vorher machen wir in Rettenegg noch eine kurze Pause und genehmigen uns ein kaltes Erfrischungsgetränk. Ungefähr 500 Höhenmeter sind bis zum Pfaffensattel zu überwinden, die durchschnittliche Steigung beträgt sechs Prozent. Mit jedem Höhenmeter nimmt die Temperatur fühlbar ab, hatten wir in Rettenegg noch 20° C, so sind es auf der Paßhöhe nur noch 10° C. Es hat auch begonnen, leicht zu regnen. Deshalb halten wir uns auf dem Paß auch nicht lange auf.
Der
Straßenbelag auf der Abfahrt nach Steinhaus am Semmering ist äußerst
uneben und mit Schlaglöchern übersät. Vorsichtig und mit mäßiger
Geschwindigkeit gehen wir diesen letzten Streckenabschnitt für heute an.
Im oberen Abschnitt sind sieben Kehren zu durchfahren, im unteren Teil folgt
der Straßenverlauf dem Fröschnitzbach. Nach zehn Kilometern
ist Steinhaus am Semmering erreicht.
Über den Semmering wollen wir heute nicht mehr fahren, wir beschließen, das nächste zusagende Hotel/Gasthaus aufzusuchen. An der Einmündung der Pfaffensattelstraße in die alte Semmering Bundesstraße befindet sich der Gasthof Gesslbauer. Dort ist ein Zimmer frei und unsere Fahrräder können wir auch sicher abstellen.
Nach der Dusche spazieren wir durch den Ort, viel los ist hier nicht. Auffällig ist die dichte Zugfolge auf der Eisenbahnstrecke, die oberhalb der Straße verläuft. Die Semmeringbahn verläuft von Gloggnitz über den Semmering nach Mürzzuschlag. Sie war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas und wurde 1854 eröffnet. Die Trassierung gilt als Meilensteine in der Eisenbahngeschichte. Seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Zum Abendessen sind wir wieder im Gasthof Gesslbauer. Viele Alternativen gibt es in Steinhaus auch nicht.
Die Tagesstatistik: 79 Kilometer, 1751 Höhenmeter, Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,1 km/h.
3. Tag (Tabelle) (Seitenanfang) 27.05.2006
In der Nacht regnet es, am Morgen ist es dann aber wieder trocken. Nach einem guten Frühstück gehen wir an den Start. Etwas windig ist es heute, ein böiger Westwind. Nach kurzem Einrollen beginnt der finale Anstieg zum Semmering, er ist nicht besonders lang aber dafür steil. Der Semmering bildet die natürliche Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Ein erster Saumweg über diesen Paß wurde 1160 n. Chr. angelegt; bis dahin erfolgte der Verkehr zwischen dem Wiener Raum und dem Süden entlang der alten Römerstraße über den Wechsel. Um 1735 wurde eine erste Semmeringstraße gebaut, hundert Jahre später wurde eine zweite Straße gebaut, die nicht mehr so gefährliche Steigungen aufweist wie die alte. 1854 wurde die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas über den Semmering eröffnet. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts 1 wurde die Semmeringstraße ein drittes Mal neu trassiert.
Wir folgen jetzt nicht mehr weiter der Semmeringstraße sondern fahren in nördlicher Richtung weiter, die Straße verläuft parallel zur Bahnlinie. Ab Breitenstein fahren wir in östlicher Richtung weiter, bis Prein an der Rax ist es ein ständiges Auf und Ab. Nun beginnt der Anstieg zum Preiner Gscheid. 6,6 Prozent beträgt die Steigung im Durchschnitt. In der Edelweißhütte essen wir zu Mittag.
Die Abfahrt hinunter nach Kapellen ist unspektakulär, im oberen Bereich durchfährt man drei Kehren, dann verläuft die Straße parallel zum Raxenbach. Kapellen liegt am Zusammenfluß von Raxenbach und Mürz. Auf den nächsten vierzehn Kilometern fahren das Mürztal aufwärts bis Mürzsteg. Hier endet unsere heutige Tagesetappe, d.h. nicht ganz, ich will noch hinauf zum Niederalpl, einem Straßenpassübergang zwischen Mürzsteg und Wegscheid (Gemeinde Gußwerk).
1428 wurde Mürzsteg erstmals urkundlich erwähnt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kam Kaiser Franz Joseph I. regelmäßig zur Jagd nach Mürzsteg; 1854 verbrachte er hier die Flitterwochen mit Kaiserin Elisabeth. Das 1868 errichtete Jagdhaus wurde nach und nach zu einem Jagdschloss aus- und umgebaut. 1902 und 1903 empfing er hier Zar Nikolaus II. zu politischen Beratungen. Das Schloß dient seit 1947 dem jeweils amtierenden österreichischen Bundespräsidenten als Sommersitz.
Im Gasthof »Zum Kaiser« finden wir Unterkunft. Wir entladen unsere Fahrräder und bringen das Gepäck in das Zimmer. Uschi reicht es für heute, sie fährt nicht mit hinauf zum Niederalpl. So fahre ich allein los. Ohne Gepäck fährt es sich schon wesentlich leichter den Paß hinauf. Die Auffahrt ist unspektakulär, zunächst geht es am Dobreinbach entlang, später ab dem Gasthof Gamsjäger folgt die Straße Niederalplbach.
Am Abend essen wir in unserem Gasthof zu Abend. Es gibt Gerichte der regionalen Küche.
Die Tagesstatistik: 69 Kilometer, 1532 Höhenmeter und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,0 Kilometern.
4. Tag (Tabelle) (Seitenanfang) 28.05.2006
Zum
Aufstehen keine Lust, der Regen prasselt unaufhörlich gegen unser Zimmerfenster.
Wir lassen uns Zeit, bis Mariazell ist es, wenn wir auf der kürzesten Route
fahren, nur ungefähr 50 Kilometer. Gegen 10:00 Uhr starten wir dann. Es
regnet immer noch leicht. Bis Frein an der Mürz kommen wir gut voran.
Dann regnet es wieder stärker. Zuvor waren wir nur mit der Regenjacke als
Regenbekleidung gefahren, jetzt ziehen wir auch noch die Regenhose und die Überschuhe
an.
Bei prasselndem Regen erreichen wir den Lahnsattel. Wir fahren gleich weiter, die Abfahrt nach Terz ist glitschig. Höchste Vorsicht ist geboten. Ungefähr zwei Kilometer vor dem Lahnsattel sind wir wieder auf niederösterreiches Gebiet gekommen. Ab Terz fahren auf niederösterreichem Gebiet entlang der Grenze zur Steiermark. Bis zum Abzweig zum Krumbachsattel geht es steil bergauf, dann wird es flacher. Der Regen hat wieder nachgelassen. Wir machen jetzt einen kleinen Abstecher zum Gscheid, einem 970 m hohen Paß, es sind 6,8 Kilometerzusätzliche Kilometer (hin und zurück).
Den Aufstieg zum Krumbachsattel merkt man fast nicht, er ist kurz und nicht besonders steil. Auf einer schmalen Straße fahren wir weiter zum Hubertussee und vorbei am Franz-Josef-Denkmal in Richtung B21. Wenige Minuten später erreichen wir wieder Mariazell.
Im Saunabereich des Gasthof zum goldenen Ochsen können wir duschen und uns umziehen. Dann essen wir zu Mittag. Anschließend fahren wir gemütlich mit dem Auto zurück nach München.
Die Tagesstatistik: 51 Kilometer, 645 Höhenmeter und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,7 Kilometern.
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| Stand: 27. März 2012 |
Copyright©: Hubert Becker,
2005
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